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Redemptoristen
Die Redemptoristen
Obwohl ein verhältnismäßig junger Orden, gehörten seine Mitglieder Revolutionsjahr 1848 mit den Jesuiten zu den meistgefürchteten und verfolgten Ordensleuten in Österreich. Entstanden ist diese Ordensgemeinschaft in Italien. Eines Tages hängte in Neapel ein junger, angesehener Advokat, dem man eine große Karriere voraushatte, wegen eines ungerecht verlorenen Millionenprozesses seine Robe an den Nagel und verließ das Gerichtsparkett für immer:
Alfonso de Liguori (1696-
Da die Arbeit der Priester viel Anerkennung fand, wurden sie auch in andere Teile Süd-
Aufklärung an der Wiener Universität zog er mit seinem Freund Hübl nach Rom, wo sich beide 1784 der Gemeinschaft der Redemptoristen anschlossen. Bald zu Priester geweiht, wurden sie in die Heimat zurückgesandt. Aber das Österreich Josephs II. und des sogenannten „Josephinismus" hatte für die alten Orden nichts übrig und schon gar nichts für einen neuen. So zog Hofbauer weiter nach Warschau, wo er eine sehr intensive soziale und seelsorgerische Wirksamkeit entfaltete und eine Reihe von Mitarbeitern gewann. Durch napoleonischen Erlaß aus Warschau verwaren die Redemptoristen im Norden wieder heimatlos und wurden zerstreut. Hofbauer ging nach Wien, wo er als Hilfsgeistlicher eine Anstellung fand.
Durch seine Predigten, durch seine Tätigkeit im Beichtstuhl, durch die Studentenseelsorge und die Betreuung der Kranken wurde der einfache Mann der Mittelpunkt des neuerstehenden katholischen Glaubens in Wien und darüber hinaus in Österreich. „Durch ihn ist Österreich wieder katholisch geworden.“ (Hermann Bahr).
Allerdings war es ihm Zeit seines Lebens nicht vergönnt, irgendwo in Österreich, der Schweiz oder Deutschland seiner Ordensgemeinschaft eine bleibende Niederlassung zu verschaffen. Erst einige Tage nach seinem Tod gestattete der Kaiser die Zulassung der Gemeinschaft in Österreich und überließ ihr die Kirche „Maria am Gestade" in Wien 1, Passauerplatz, in der sich heute das Grab des hl. Klemens befindet.
Klemensgrab in der Kirche Maria am Gestade